Mehr lokale Sichtbarkeit

Google Unternehmensprofil Posts: Welche funktionieren wirklich? (Praxis-Guide 2026)

Sie haben Ihr Google Unternehmensprofil (Google Business Profile) sauber angelegt: Öffnungszeiten stimmen, Bilder sind drin, Bewertungen kommen rein. Perfekt.

Und trotzdem bleibt oft dieses Gefühl: „Wir sind zwar sichtbar, aber irgendwie passiert zu wenig.“

Genau hier sind Google Unternehmensprofil Posts ein unterschätzter Hebel. Nicht, weil sie „Reichweite“ wie Social Media bringen – sondern weil sie im entscheidenden Moment helfen: wenn jemand Sie schon gefunden hat und jetzt entscheidet, ob er anruft, vorbeikommt oder weiterklickt.

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, welche Post-Typen wirklich funktionieren, welche Inhalte bei lokalen Unternehmen erfahrungsgemäß am meisten bringen – und wie Sie Posts so schreiben, dass sie nicht nach Werbung klingen, aber trotzdem verkaufen.

Was sind Google Unternehmensprofil Posts – und wo sieht man sie?

Posts sind kurze Updates, Angebote oder Events, die direkt in Ihrem Google Unternehmensprofil erscheinen. Also dort, wo Menschen Sie finden, wenn sie nach Ihrem Unternehmen suchen – oder nach einer Leistung in Ihrer Nähe.

Wichtig: Diese Nutzer sind nicht nur so unterwegs. Sie haben einen Grund, jetzt zu suchen. Meistens geht es um Fragen wie:

  • „Wer kann das kurzfristig?“
  • „Was kostet das ungefähr?“
  • „Ist das seriös?“
  • „Wie bekomme ich schnell einen Termin?“

Ein guter Post beantwortet davon mindestens eine Frage – ohne Umwege.

Warum viele Posts verpuffen (und wie Sie es besser machen)

Viele Unternehmen posten nach dem Motto: „Wir sollten da auch mal was machen.“
Dann entstehen Inhalte wie:

  • „Wir wünschen ein schönes Wochenende.“
  • „Neu bei uns: …“ (ohne zu sagen, warum es relevant ist)
  • „Wir sind Ihr Partner für …“ (ohne nächsten Schritt)

Das Problem: Diese Posts sind nett, aber sie lösen keine Entscheidung aus.

Ein Post funktioniert, wenn er klar macht:

„Was habe ich davon – und was soll ich jetzt tun?“

Wenn Sie genau das treffen, können Posts messbar dazu beitragen, dass mehr Menschen auf „Anrufen“, „Route“ oder „Website“ klicken.

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Die 3 Post-Typen – und wann Sie welchen nutzen sollten

Google unterscheidet im Kern drei Formate. Sie müssen nicht alles nutzen – aber Sie sollten wissen, wofür welches Format stark ist.

1) Update-Posts: Vertrauen, Kompetenz, Relevanz

Ideal, wenn Sie sichtbar machen wollen, dass Sie aktiv sind und abliefern.
Updates sind perfekt für Mini-Cases, typische Kundenfragen, Einblicke, kleine Aha-Momente.

Faustregel: Update = „So lösen wir das Problem.“

2) Offer-Posts (Angebote): Schneller Hebel für Anfragen

Ideal, wenn Sie kurzfristig mehr Leads oder Termine wollen.
Angebote funktionieren besonders gut, wenn der Nutzen klar ist – und wenn es leicht ist, „Ja“ zu sagen.

Faustregel: Offer = „Das bekomme ich konkret – zu klaren Bedingungen.“

3) Event-Posts: Wenn ein Termin der Trigger ist

Ideal für Aktionstage, Infoabende, Workshops, Webinare oder lokale Events.
Ein Event gibt einen natürlichen Grund zu handeln: „Wenn ich das will, muss ich mich jetzt kümmern.“

Faustregel: Event = „Das findet dann statt – und das nehme ich mit.“

Welche Posts wirklich funktionieren (mit Beispielen)

Jetzt wird’s praktisch. Wenn Sie sich fragen „Was soll ich denn posten?“, sind das die Formate, die in der Realität am häufigsten funktionieren – weil sie Menschen beim Entscheiden helfen.

1) Das „Evergreen-Angebot“ (funktioniert fast immer)

Wenn Sie nur wenig Zeit haben, starten Sie hier. Ein Evergreen-Angebot ist ein Angebot, das das ganze Jahr passen kann.

Beispiele:

  • Kostenloser Kurzcheck (z.B. Website, Ads, Profil, Tracking)
  • Neukunden-Startpaket (klar umrissen)
  • Ersttermin / Erstgespräch (mit konkretem Ergebnis: „Sie wissen danach X“)

Warum das funktioniert: Es senkt die Einstiegshürde. Menschen müssen nicht sofort „groß“ entscheiden – sie machen einen ersten Schritt.

Beispiel-Text (Offer):
„Kostenloser Kurzcheck: Wir schauen uns Ihr Google Unternehmensprofil an und geben Ihnen 3 konkrete Hebel, mit denen Sie schneller zu mehr Anfragen kommen. Dauer: 10–15 Minuten. Termine diese Woche verfügbar.“

2) Der Mini-Case (Beweis statt Behauptung)

Statt zu sagen „Wir sind gut“, zeigen Sie in 4 Sätzen, dass Sie gut sind.

Struktur: Ausgangslage → Maßnahme → Ergebnis → kurze Einordnung

Beispiel-Text (Update):
„Viele Profile werden gefunden – aber die Anfragen bleiben aus. Bei einem lokalen Dienstleister haben wir das Angebot im Profil geschärft, den Kontaktweg verkürzt und ein klares Einstiegsangebot ergänzt. Ergebnis: deutlich mehr qualifizierte Anfragen innerhalb weniger Wochen. Kleine Anpassungen, großer Effekt.“

3) Die häufigste Kundenfrage (FAQ-Update)

Das ist ein Klassiker, weil Sie damit gleich zwei Dinge erreichen: Sie wirken kompetent – und Sie nehmen Unsicherheit.

Beispiel-Ideen:

  • „Was kostet das bei Ihnen?“ (Rahmen + worauf es ankommt)
  • „Wie schnell geht das?“ (realistische Timeline)
  • „Woran erkenne ich einen guten Anbieter?“ (Checkliste)

Beispiel-Text (Update):
„Frage, die wir oft hören: ‚Bringt unser Unternehmensprofil überhaupt etwas?‘ Kurz: Ja – wenn es aktiv geführt wird. Entscheidend sind klare Leistungen, aktuelle Inhalte (z. B. Posts) und ein Profil, das Vertrauen aufbaut (Bilder, Bewertungen, Antworten). Wenn Sie möchten, sagen wir Ihnen in 10 Minuten, was bei Ihnen den größten Hebel hat.“

4) Der „Fehler der Woche“ (mit schneller Lösung)

Menschen lieben konkrete Fehler – weil sie sofort prüfen können, ob sie selbst betroffen sind.

Beispiel-Text (Update):
„Typischer Fehler: Im Profil steht zwar, was Sie machen – aber nicht für wen und mit welchem Ergebnis. Besser: ‚Physiotherapie‘ wird zu ‚Physiotherapie bei Rückenschmerzen + schnelle Termine‘. Klingt klein, ändert aber, ob jemand klickt.“

5) Saison-/Anlass-Posts (lokal extrem stark)

Saisonale Posts funktionieren, weil sie einen echten Kontext haben: Wetter, Ferien, Jahreswechsel, Budgetplanung, Messezeit, Hauptsaison.

Beispiele:

  • Winter-Check, Frühjahrs-Check, Urlaubs-Check
  • Jahresstart: „Planung 2026“
  • „Letzte Termine vor …“

Wichtig: Nicht dramatisieren. Einfach konkret machen.

6) „Neu“ – aber als Nutzen formuliert

„Neu bei uns“ ist nicht automatisch schlecht. Es wird nur dann gut, wenn der Nutzen im Vordergrund steht.

Schlecht: „Neu: Leistung XY“
Besser: „Neu: Leistung XY – damit Sie schneller zu Ergebnis Z kommen.“

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Die Schreibformel: So klingen Ihre Posts nicht nach Werbung (und bringen trotzdem Anfragen)

Wenn Sie eine einfache Formel wollen, die immer funktioniert, nutzen Sie diese:

Hook → Nutzen → Beweis → CTA

Und zwar so:

  1. Hook (1 Satz): typisches Problem / Wunsch
  2. Nutzen (2–3 Sätze): was bringt es konkret?
  3. Beweis (1 Satz): Beispiel, Erfahrung, kurzer Kontext
  4. CTA (1 Satz): nächster Schritt

Beispiel:
Hook: „Sie werden gefunden, aber es kommen zu wenige Anfragen?“
Nutzen: „Oft liegt es nicht am Ranking, sondern am Profil: Angebot unklar, CTA fehlt, Vertrauen wird nicht sichtbar.“
Beweis: „Das sehen wir bei lokalen Betrieben regelmäßig – und es ist meist schnell zu verbessern.“
CTA: „Wenn Sie möchten: Wir zeigen Ihnen die 3 wichtigsten Hebel in einem kurzen Check.“

Das ist flüssig, verständlich und konkret. Und vor allem: Es respektiert den Leser, statt ihn zu „überreden“.

Wie lang sollte ein Post sein?

Kurz genug, dass man ihn scannt. Klar genug, dass man versteht, worum es geht.

Praxis-Tipp: Schreiben Sie erst den Post, streichen Sie danach 20 % – und sorgen Sie dafür, dass der Nutzen in den ersten zwei Sätzen steht.

Bilder: Der stille Conversion-Hebel im Profil

Posts ohne Bild wirken schnell wie „Textblock“. Posts mit einem klaren Bild bekommen mehr Aufmerksamkeit – gerade in Maps, wo viele nur kurz scrollen.

Was gut funktioniert:

  • echtes Foto (Team, Arbeitsplatz, Ergebnis, Vorher/Nachher)
  • ruhiges Motiv, klarer Fokus
  • wenn Text im Bild: maximal ein kurzer Satz, gut lesbar

Was oft schlecht funktioniert:

  • überladene Werbegrafiken
  • zu viel Text im Bild
  • Stockbilder ohne Bezug

Denken Sie nicht in „Design“, sondern in „Vertrauen“. Ein echtes Bild schlägt oft die perfekte Grafik.

Wie oft posten? Realistisch ist besser als perfekt

Wenn Sie konsequent sein wollen, aber nicht jeden Tag daran denken möchten, funktioniert ein simpler Rhythmus:

  • 1–3 Posts pro Woche, gemischt aus Update + Offer (Event nur, wenn es wirklich einen Anlass gibt)

Wenn Sie wenig Zeit haben, nehmen Sie diesen Monatsplan:

Woche 1: Offer (Evergreen oder saisonal)
Woche 2: Update (FAQ oder Mini-Case)
Woche 3: Update (Fehler + Lösung)
Woche 4: Offer oder Event

So bleibt das Profil aktiv, ohne dass es zur Dauerbaustelle wird.

Messen statt raten: So merken Sie, ob Posts etwas bringen

Viele Unternehmen beurteilen Posts nach Gefühl. Das ist verständlich – aber unzuverlässig.

Sinnvoller ist:

  • Schauen Sie auf Profilaktionen: Website-Klicks, Anrufe, Routenanfragen.
  • Wenn Sie auf Ihre Website verlinken: Nutzen Sie Ihre Analysen, damit Sie sehen, welche Klicks wirklich aus dem Profil kommen.

Und: Geben Sie dem Ganzen etwas Zeit. Posts sind selten „einmal posten, sofort Wunder“. Es ist eher ein stetiger Effekt: aktueller, vertrauenswürdiger, klarer.

Häufige Fehler, die Posts wirkungslos machen

Hier die Klassiker – kurz und schmerzlos:

  • Kein CTA: Ohne nächsten Schritt bleibt es ein netter Hinweis.
  • Zu allgemein: Wenn alles passt, fühlt sich niemand angesprochen.
  • Falscher Link: Der Post verspricht A, die Zielseite liefert B.
  • Offer ohne Rahmen: Kein Zeitraum, kein Umfang, keine Klarheit.
  • Event ohne Nutzen: Termin steht, aber niemand versteht, warum er kommen soll.
  • Text zu lang: Wichtiges steht erst am Ende – dort liest kaum noch jemand.

Wenn Sie nur einen Fehler vermeiden: Machen Sie den Nutzen sofort klar.

Mini-Checkliste: Ihr nächster Post in 5 Minuten

Wenn Sie heute starten wollen, beantworten Sie nur diese fünf Punkte:

  1. Was ist das eine Problem, das der Post anspricht?
  2. Was ist der konkrete Nutzen für den Leser?
  3. Für wen ist das gedacht (Zielgruppe / Situation)?
  4. Was ist der Beweis (Beispiel, Erfahrung, Ergebnis, Einblick)?
  5. Was ist der nächste Schritt (CTA)?

Damit sind Sie automatisch besser als 80 % der Profile da draußen.

FAQ: Häufige Fragen zu Google Unternehmensprofil Posts


Brauche ich Posts, wenn ich schon viele Bewertungen habe?

Bewertungen bauen Vertrauen auf – Posts sorgen dafür, dass Ihr Profil aktuell wirkt und Nutzer schneller verstehen, was sie bei Ihnen bekommen. Die Kombination ist stark.


Sind Posts Pflicht für Local SEO?

Pflicht ist relativ. Aber Posts sind ein einfacher Weg, Aktivität und Relevanz zu zeigen – und vor allem mehr Klick-Entscheidungen auszulösen.


Was ist besser: Angebot oder Update?

Wenn Sie schnell mehr Anfragen wollen: Offer.
Wenn Sie langfristig Vertrauen und Kompetenz aufbauen wollen: Update.
Am besten: beides im Wechsel.


Kann ich denselben Post mehrfach verwenden?

Ja – wenn es sinnvoll ist. Aktualisieren Sie ihn leicht (z. B. anderer Aufhänger, anderes Bild) und halten Sie die Inhalte frisch.

Fazit: Funktionieren Google Unternehmensprofil Posts? Ja – wenn sie Entscheidungen erleichtern.

Posts funktionieren nicht, weil sie „viral“ gehen. Sie funktionieren, weil sie im wichtigsten Moment helfen: wenn jemand kurz davor ist, sich für oder gegen Sie zu entscheiden.

Wenn Sie…

  • einen klaren Vorteil zeigen (Offer),
  • Vertrauen aufbauen (Update mit Beweis),
  • und immer einen nächsten Schritt anbieten (CTA),

…werden Posts zu einem planbaren Hebel für mehr Anfragen – ohne täglichen Content-Stress.

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