Viele lokale Unternehmen haben ein Google Unternehmensprofil. Und trotzdem werden sie bei „[Leistung] + [Ort]“ kaum angezeigt. Der Grund ist oft kein großer SEO-Fehler, sondern etwas viel Banaleres: Google versteht nicht eindeutig, was Sie anbieten.
Genau dafür sind Kategorien und Leistungen da. Kategorien helfen Google, Ihr Unternehmen richtig einzuordnen. Leistungen helfen Google (und Ihren potenziellen Kunden) zu verstehen, was konkret bei Ihnen möglich ist. Und beides wirkt direkt auf die „Relevanz“ in den lokalen Ergebnissen, die Google neben Entfernung und Bekanntheit für das Ranking nutzt.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die richtigen Kategorien auswählen, Leistungen sinnvoll pflegen und typische Fehler vermeiden, die Sichtbarkeit kosten.
Warum Kategorien so wichtig sind
Google ordnet jedes Unternehmensprofil in eine Art „Schublade“ ein. Diese Schublade steuern Sie über Ihre primäre Kategorie und ergänzende Kategorien. Google selbst sagt sinngemäß: Je vollständiger und genauer Ihre Unternehmensinfos sind, desto besser kann Google Ihr Profil passenden Suchanfragen zuordnen.
Das Problem: Viele Profile sind entweder zu allgemein („Dienstleistungen“) oder zu kreativ („Marketingstudio“) oder wählen Zusatzkategorien, die zwar nett klingen, aber nicht zur Kernleistung passen.
Der Unterschied: Primäre Kategorie vs. zusätzliche Kategorien
Primäre Kategorie: Das ist Ihr wichtigstes Signal. Sie sollte Ihre Hauptleistung abbilden, also das, womit Sie am häufigsten Geld verdienen und wofür Sie gefunden werden möchten.
Zusätzliche Kategorien: Diese sollen ergänzen, nicht verwässern. Google empfiehlt ausdrücklich, nicht für jedes Produkt oder jede Dienstleistung eine Kategorie auszuwählen, sondern nur wenige passende Kategorien.
Wichtig: Wenn eine passende Kategorie nicht existiert, können Sie keine neue erstellen. Dann wählen Sie die beste, etwas allgemeinere Kategorie aus.
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So wählen Sie die richtige Kategorie (praxisnahes Vorgehen)
1) Starten Sie mit der Suchintention Ihrer Kunden
Die entscheidende Frage lautet nicht „Wie nennen wir uns?“, sondern: Wonach sucht ein Kunde, der Sie braucht?
Bei lokalen Suchen ist das oft sehr direkt: „Zahnarzt“, „Dachdecker“, „Physiotherapie“, „Rechtsanwalt“, „Fotograf“.
Wenn Ihre primäre Kategorie davon abweicht, wird Google Ihr Profil häufiger für unpassende Suchen testen oder gar nicht erst ausspielen.
2) Vermeiden Sie „Sammelbegriffe“
Je allgemeiner Ihre Kategorie, desto stärker müssen andere Signale (Bewertungen, Inhalte, Webseite) die Relevanz ausgleichen. Das ist möglich, aber unnötig schwer. Nutzen Sie eine Kategorie, die Ihre Leistung möglichst konkret beschreibt, ohne ungenau zu werden.
3) Ergänzen Sie nur Kategorien, die echte Leistungen stützen
Zusätzliche Kategorien sind sinnvoll, wenn Sie wirklich einen zweiten, klaren Leistungsbereich haben. Aber: Zu viele Kategorien machen Ihr Profil nicht „größer“, sondern unschärfer.
Eine gute Faustregel: Eine klare primäre Kategorie und wenige (wirklich passende) Ergänzungen.
Kategorien richtig pflegen: So geht’s in Google (kurz und sauber)
Google bietet dafür eine eigene Verwaltungsfunktion. Dort können Sie Kategorien bearbeiten, ergänzen und anpassen.
Wenn Sie die richtige Kategorie nicht finden, ist das kein Bug, sondern Absicht: Google lässt keine eigenen Kategorien zu.
Wichtig in der Praxis: Ändern Sie Kategorien nicht wöchentlich. Jede Änderung kann die Ausspielung verändern, weil Google Ihr Profil neu „einordnet“. Das ist nicht automatisch schlecht, aber man sollte es bewusst tun und danach beobachten.
Leistungen richtig eintragen: Der unterschätzte Hebel (auch für Conversion)
Viele Profile haben Kategorien, aber die Leistungen sind leer oder bestehen aus Fantasie-Begriffen. Dabei ist genau das der Bereich, in dem potenzielle Kunden schnell prüfen: Machen die das, was ich brauche?
Google erlaubt, Leistungen je Kategorie zu pflegen und auch benutzerdefinierte Leistungen hinzuzufügen.
So gehen Sie sinnvoll vor (ohne „Leistungs-Spam“)
Statt 50 Einträge zu pflegen, konzentrieren Sie sich auf Ihre Kernleistungen. Schreiben Sie diese so, wie Kunden sie nennen würden, nicht wie es intern im Angebot steht.
Beispiel (schlecht): „Ganzheitliche Beratung / Premium-Service“
Beispiel (gut): „Badrenovierung“, „Wärmepumpe installieren“, „Zahnreinigung“, „Businessfotos“, „Webdesign für Dienstleister“
Wenn Google und Nutzer sofort verstehen, was gemeint ist, steigt die Chance, dass Ihr Profil als relevant wahrgenommen wird.
Leistungen hinzufügen: Schritt-für-Schritt (offizieller Weg)
In der Google-Hilfe ist der Ablauf klar beschrieben: Sie bearbeiten Ihre Leistungen, fügen je Kategorie Leistungen hinzu oder ergänzen eigene Leistungen und speichern.
Das Wichtige daran: Leistungen hängen logisch an Ihren Kategorien. Wenn Ihre Kategorie falsch ist, wird auch die Leistungsliste schnell „schief“.
Häufige Fehler, die Rankings kosten (und wie Sie sie vermeiden)
Fehler 1: Die primäre Kategorie passt nicht zur Hauptleistung
Wenn Ihr Kerngeschäft „Fensterbau“ ist, aber die primäre Kategorie eher „Baudienstleistungen“ ist, verschenken Sie Relevanz.
Fehler 2: Zu viele Zusatzkategorien
Google empfiehlt, nicht jede Einzelleistung als Kategorie abzubilden. Zu viele Kategorien machen Ihr Profil unsauber, weil Google nicht klar erkennt, wofür Sie die beste Wahl sind.
Fehler 3: Leistungen sind leer, unverständlich oder zu werblich
Leistungen sind kein Werbetextfeld. Es geht um klare Begriffe, die Kunden suchen und sofort verstehen.
Fehler 4: Kategorien und Leistungen passen nicht zusammen
Wenn Sie Kategorien setzen, aber die Leistungen etwas ganz anderes erzählen, wirken Ihre Signale widersprüchlich. Google soll raten. Raten ist schlecht.
Was Sie danach prüfen sollten (damit es messbar wird)
Nachdem Sie Kategorien und Leistungen angepasst haben, sollten Sie nicht einfach hoffen. Prüfen Sie die Wirkung:
- Tauchen Sie für Ihre wichtigsten Suchbegriffe in Maps/Suche häufiger auf?
- Steigen Profilaufrufe, Webseiten-Klicks, Anrufe, Routenanfragen?
- Passen die Anfragen besser zu dem, was Sie wirklich anbieten?
Google erklärt die lokalen Rankings über Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Kategorien/Leistungen zahlen direkt auf die Relevanz ein, alles andere sollte das Profil zusätzlich stützen.
Fazit: Kategorien + Leistungen sind kein Detail, sondern die Basis
Wenn Sie lokale Sichtbarkeit wollen, sind Kategorien und Leistungen nicht „nice to have“. Sie sind die Grundlage, damit Google Ihr Unternehmen korrekt einordnet und Kunden sofort verstehen, ob Sie passen.
Wenn Sie hier sauber arbeiten, wird alles andere leichter: Beiträge, Bewertungen, Webseiten-Traffic und am Ende auch Anfragen.
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