Viele Webseiten verlieren Anfragen nicht, weil das Angebot schlecht ist – sondern weil der nächste Schritt nicht „einfach“ wirkt.
Der CTA (Call-to-Action) ist genau dieser nächste Schritt. Also der Button, Link oder Hinweis, der sagt: „So geht’s weiter.“
Und oft ist er entweder zu klein, zu versteckt oder so allgemein formuliert, dass niemand Lust hat, ihn zu klicken.
CTA-Optimierung klingt nach einem Detail. In der Praxis ist es häufig einer der schnellsten Hebel, um mehr Leads, mehr Termine oder mehr Angebotsanfragen zu bekommen – ohne die komplette Webseite neu zu bauen.
In diesem Beitrag bekommen Sie einen klaren, umsetzbaren Guide: Welche CTA-Formulierungen funktionieren, wo Buttons hingehören und wie Sie CTAs testen, ohne sich zu verzetteln.
Was ein CTA wirklich leisten muss (und warum „Kontakt“ selten reicht)
Ein CTA ist nicht „der Button am Ende“. Ein CTA ist eine Entscheidungshilfe. Er soll zwei Dinge gleichzeitig tun:
- Sicherheit geben: „Das ist der richtige nächste Schritt.“
- Aufwand klein wirken lassen: „Das geht schnell, ist unverbindlich, ist machbar.“
„Kontakt“ ist dafür oft zu vage. Es klingt nach Aufwand, nach Erklärung, nach Formular, nach „jetzt muss ich mich festlegen“. Viele klicken dann lieber gar nicht.
Besser funktionieren CTAs, die den nächsten Schritt als konkrete Handlung beschreiben – und im Idealfall schon verraten, was danach passiert.
CTA-Wording: Was geklickt wird (und was nicht)
1) Sagen Sie, was der Nutzer bekommt – nicht was er tun soll
Statt „Absenden“ oder „Kontakt aufnehmen“: Formulieren Sie den Nutzen.
- „Kostenloses Angebot erhalten“
- „Termin anfragen“
- „Rückruf in 24 Stunden“
- „Ersteinschätzung bekommen“
- „Preise ansehen“
Das klingt nach Ergebnis. Und Ergebnisse klicken Menschen lieber als Pflichten.
2) „Niedrige Hürde“ schlägt „große Entscheidung“
Gerade bei Dienstleistungen oder B2B-Angeboten ist die Hemmschwelle oft hoch. Ein CTA sollte deshalb nicht gleich „Kauf“-Schwere haben.
Statt „Jetzt beauftragen“ (für viele zu früh) eher:
- „Unverbindlich anfragen“
- „Kurz sprechen“
- „Beratungstermin buchen“
- „Projekt starten“ (nur, wenn wirklich passend und gut erklärt)
Wenn der CTA größer wirkt als das Vertrauen, klickt niemand.
3) Der CTA muss zum Kontext passen
Ein CTA ist dann stark, wenn er logisch aus dem Abschnitt entsteht.
- Nach einem Leistungsblock: „Angebot anfordern“
- Nach einem Prozessblock: „Ablauf im Gespräch klären“
- Nach Referenzen/Ergebnissen: „Ähnliches Ergebnis anfragen“
- Nach einem Ratgeber: „Check für Ihre Webseite anfragen“
Viele Webseiten nutzen überall denselben CTA – und verschenken damit Klicks.
4) Vermeiden Sie „Buzzword-CTAs“
„Jetzt durchstarten“, „Mehr erfahren“, „Los geht’s“ – das klingt nicht falsch, aber es ist oft zu allgemein. Menschen klicken, wenn sie wissen, worauf sie klicken.
Wenn „Mehr erfahren“, dann bitte konkret:
- „Mehr über den Ablauf“
- „Mehr zu Preisen & Paketen“
- „Mehr zu Google Ads Betreuung“
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CTA-Platzierung: Wo Buttons hingehören (damit sie überhaupt eine Chance haben)
1) Ein CTA gehört über den ersten „Scrollbruch“
Oben auf der Seite (Hero-Bereich) brauchen Sie fast immer einen CTA. Nicht, weil Menschen sofort klicken müssen – sondern weil sie sofort verstehen wollen, was der nächste Schritt ist.
Wenn jemand erst lange suchen muss, wirkt es wie: „Die wollen gar keine Anfragen.“
2) Wiederholen – aber sinnvoll
Ein CTA ist keine einmalige Chance. Nutzer scrollen, springen, lesen quer.
Eine gute Faustregel:
- Hero-CTA oben
- CTA nach dem Leistungs-/Nutzenblock
- CTA nach Trust (Referenzen/Bewertungen)
- Finaler CTA am Ende
Wichtig: Wiederholen heißt nicht „überall derselbe Button“. Wiederholen heißt: an mehreren Punkten eine passende nächste Option anbieten.
3) CTAs gehören dort hin, wo ein Gedanke „fertig“ ist
Viele Buttons stehen mitten in einem Abschnitt oder zufällig am Rand. Besser ist:
- nach einer klaren Aussage („Das ist unser Angebot…“)
- nach einer Begründung („Darum funktioniert das…“)
- nach einem Beweis („So sehen Ergebnisse aus…“)
Wenn der Leser innerlich nickt, ist der CTA am stärksten.
4) Mobile zuerst denken
Auf dem Smartphone sind Buttons schnell weg. Achten Sie auf:
- gut klickbare Größe
- ausreichend Abstand
- nicht erst nach 5 Scrolls
- Kontaktoptionen, die sofort funktionieren (z. B. Click-to-Call)
Viele verlieren hier Anfragen, ohne es zu merken.
Welche CTA-Typen es gibt (und wann welcher Sinn ergibt)
Nicht jeder CTA ist gleich „Kontakt“. Sie können je nach Ziel verschiedene CTA-Ebenen nutzen:
Primärer CTA (Hauptziel)
Das ist der wichtigste Button pro Seite:
- „Angebot anfordern“
- „Termin buchen“
- „Beratung anfragen“
Sekundärer CTA (für Unentschlossene)
Für Menschen, die noch nicht bereit sind:
- „Ablauf ansehen“
- „Referenzen ansehen“
- „Preise & Pakete“
Mikro-CTA (für Interaktion)
Kleine Handlungen, die Vertrauen aufbauen:
- „Checkliste herunterladen“
- „Beispiel ansehen“
- „Frage stellen“
So verlieren Sie Unentschlossene nicht – und führen sie trotzdem weiter.
Beispiele für CTA-Wording (nach Branche/Typ)
Dienstleister (lokal)
- „Termin anfragen“
- „Rückruf erhalten“
- „Verfügbarkeit prüfen“
B2B / Industrie
- „Angebot anfordern“
- „Projekt besprechen“
- „Kurztermin buchen“
Online Marketing / Agentur
- „Kostenlosen Check sichern“
- „Strategiegespräch buchen“
- „Audit anfragen“
Der Unterschied ist klein, aber entscheidend: Es ist immer klar, was passiert.
Häufige CTA-Fehler, die Klicks kosten
Ein paar Dinge sehen wir ständig:
- Zu viele gleichwertige Buttons (Nutzer entscheiden dann: gar nicht)
- CTA ohne Kontext („Jetzt starten“ – womit genau?)
- Button steht erst ganz unten (die meisten sind vorher weg)
- Formular zu lang (CTA klickt man – und bricht dann ab)
- CTA passt nicht zur Seite (Ratgeber endet mit „Jetzt kaufen“)
CTA-Optimierung endet nicht beim Button. Sie endet erst, wenn der Weg danach reibungslos ist.
Mini-Checkliste: CTA-Optimierung in 20 Minuten
Wenn Sie sofort etwas verbessern wollen:
- Ist im ersten Bildschirm klar, was der nächste Schritt ist?
- Klingt der CTA nach Nutzen statt nach Arbeit?
- Gibt es einen CTA nach dem wichtigsten Nutzenblock?
- Gibt es Trust in der Nähe (Bewertungen/Referenzen/Beispiele)?
- Ist der CTA auf dem Handy schnell erreichbar und klickbar?
- Sind Formulare kurz und verständlich?
Wenn Sie hier 2–3 Dinge verbessern, steigt die Klickrate oft schon spürbar.
Fazit: Ein guter CTA macht den nächsten Schritt leicht
Buttons werden geklickt, wenn sie drei Dinge leisten:
- Sie sind sichtbar (Platzierung)
- sie sind klar (Wording)
- sie fühlen sich machbar an (Hürde)
CTA-Optimierung ist deshalb einer der schnellsten Wege zu mehr Ergebnissen – ohne Redesign, ohne mehr Traffic, ohne neue Inhalte.
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